Die Ausstellung

Das zum Thema und in der Umsetzung einzigartige Museum spannt in 13 thematisch gestalteten Räumen einen audiovisuellen Bogen vom Ende des 2. Weltkrieges über die deutsche Teilung und Ulbrichts Aussage „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, warum und wie die Mauer gebaut wurde – und wie Deutsche in Ost und West darunter litten; teils veranschaulicht mit Betonmischern, Stacheldraht und den ersten Mauerelementen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen Zeitzeugeninterviews, u.a. von Anwohnern der Bernauer Straße (die in wenigen Stunden ihre Wohnungen räumen mußten) bis hin zu Menschen, die im Grenzregime gedient hatten, Anwohner vertrieben und auf Mauerflüchtlinge schossen. Das Museum erzählt, wie die Mauer das Leben der Menschen veränderte.

Die Ausstellung arbeitet mit historischen Quellen sowie Interviews, Installationen, Multimediaprojektionen und Filmen. Die Texte und Erzählungen sind in Deutsch und Englisch zu lesen bzw. zu hören. Besucher erfahren mehr über die historischen Hintergründe und entscheidenden Momente, die zum Mauerfall und der deutschen Einheit führten, u.a. die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge aus der Botschaft der Bundesrepublik in Prag am 30. September 1989 sowie die wenig später folgenden „Monatsdemonstration“ in Leipzig am 09. Oktober 1989.

Das Museum gedenkt auch der Toten, die zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 an der Mauer starben. Auf einem Balkon mit Blick auf die Spree wird über das Schicksal der Kinder berichtet, die an dieser Stelle, unweit der heutigen „East Side Gallery“, im Fluss ertranken.

Die Geschichte der Kunst an der East Side Gallery wird ebenso gewürdigt wie die künstlerische Auseinandersetzung mit der Mauer, etwa durch Künstler wie Keith Haring, Roger Waters` „The Wall“, Scorpions „Wind of Change“ oder einem Mauererlebnis von Leonardo DiCaprio, der die Mauer 1988 mit seiner deutschen Großmutter besuchte – und in einem humorvoll inszenierten Foto versuchte, die Mauer umzustoßen.